Die vertragliche Grundlage des electronic cash-Systems

Entgelte

Seit dem 1. November 2014 werden im girocard-System in einem marktorientierten Prozess alle Zahlungsgarantieentgelte bilateral zwischen den Kartenherausgebern und den Händlern ausgehandelt. Mit den neuen Regelungen ist das girocard-System damit das einzige kreditwirtschaftliche Kartenzahlungssystem in Europa, das ohne die sonst üblichen, durch das Kartensystem festgelegten, Interbankenentgelte auskommt.

Für stornierte Umsätze wird kein Entgelt erhoben. Das dem jeweiligen kartenausgebenden Zahlungsdienstleister geschuldete Entgelt für das Unternehmen wird von dem Netzbetreiber ermittelt und über diesen periodisch an die kartenausgebenden Zahlungsdienstleister abgeführt.

Für die Kennzeichnung von Transaktionen mit einer gesonderten Entgeltregelung können im Rahmen der technisch-organisatorischen Abwicklung durch Dienstleister bekanntlich sogenannte 'Präfixe' benutzt werden. Diese Präfixe werden durch das Zulassungsbüro der Deutschen Kreditwirtschaft beim Bundesverband Öffentlicher Banken (VÖB) Netzbetreibern zugeteilt und sind in Abgabe und Administration kostenlos. Das Zulassungsbüro erreichen Sie unter: zulassungsbuero@voeb.de.

Die electronic cash-Vereinbarung legt keine hierüber hinausgehenden Entgelte fest. Insbesondere fallen keine Lizenzgebühren an. Alle sonstigen Gebühren, wie z.B. für die Bereitstellung von technischen Diensten, unterliegen dem Wettbewerb zwischen den Teilnehmern des electronic cash-Systems.